SchiedsRichterGruppe Sigmaringen
SchiedsRichterGruppe Sigmaringen

Die besondere Regelecke

In der ersten Erscheinung, wollen wir uns dem Spielbericht widmen. Diese Form des Spielberichts wird aber bald Geschichte sein. Wie bereits in einigen Landesverbänden wird auch im wfv - Bezirk Donau demnächst der Online- Spielbericht eingeführt.

Für den aktiven Fußballbereich beginnt dies im Probelauf bereits zur Rückrunde in dieser Saison. Aber keine Panik, wir entsenden unseren Alexander Nipp als Multiplikator zum wfv. Im Anschluß werden wir unsere Schiedsrichter entsprechend schulen. Im südbadischen Verband ist dies bereits eingeführt und wenn man es einmal gemacht hat ist es kein Problem. Also nur Mut dazu ...

D e r     S p i e l b e r i c h t

 

Der Spielbericht ist das Dokument über den Spielverlauf und die damit zusammenhängenden Geschehnisse. Er wird in vieler Hinsicht genutzt. Besonders wichtig ist der Spielbericht für spätere Entscheidungen der Sportgerichte-

 

Der Schiedsrichter ist für das vollständige Ausfüllen der verlangten Angaben verantwortlich.

 

Verantwortlich für die Eintragungen der Vereine ist der Schiedsrichter nicht; anders ist es mit dem Teil, den der Schiedsrichter selbst ausfüllt. Hier darf ihm kein Fehler unterlaufen, weil man ihm sonst mit Recht Nachlässigkeit unterstellt.

(Sicherlich kann man sofort die Verantwortlichen der Vereine darauf hinweisen. Sehr viele Trainer/ Betreuer füllen den Bogen sehr schlampig mit teilweise heftigen Lücken aus. Als SR kann ich eine ordnungsgemäße Ausfüllung der Vereine verlangen, allerdings kommt es hier schon zu den ersten Diskussionen und das bereits vor dem Anstoß. Ausrede Nummer 1 ist jedesmal, der Schiedsrichter letzte Woche wollte das aber so und das habe ich nicht gewußt! Wären alle Schiedsrichter im Umgang mit einer Ausfüllung des Spielberichts durch die Vereinsverantwortlichen sorgfältiger, hätte der einzelne SR bald weniger Ärger mit den Verantwortlichen. Aber sehr viele Schiedsrichter nehmen das nicht so genau oder füllen selbst aus. Das merken sich die Vereinsverantwortlichen und beim nächsten Mal ist es für Sie schon nicht mehr notwendig. Es macht ja der Schiedsrichter. Hier sollte eine Balance gefunden werden und zwar einheitlich von allen Schiedsrichtern vertreten.)

 

Mit seiner Unterschrift bestätigt der Schiedsrichter die Richtigkeit seiner Eintragungen und gleichzeitig die Tatsache, dass die Vereine ihm den Bogen mit den von ihn erfolgten Eintragungen übergeben haben.

 

Hat ein Verein Angaben, die gefordert sind, vergessen, so sollte der Schiedsrichter den Verantwortlichen darauf aufmerksam machen.

 

Es ist nicht hinnehmbar, wenn sich der Schiedsrichter etwa bei der Spielzeit (z.B. Junioren) "verrechnet" oder gar ein falsches oder kein Ergebnis einträgt.

(Das gilt auch für die Auswechslungen und die Rückseite des Spielberichts!)

Nachdem beide Vereine den Berichtsbogen ausgefüllt haben, gibt ihn der Schiedsrichter nicht mehr an andere Personen weiter.

 

In manchen Verbänden muss der Schiedsrichter seine Kosten (Vergütung, Fahrtkosten) in den Bogen eintragen. Unterlaufen ihm dabei Fehler, so schadet dies seinem Ansehen.

 

Probleme gibt es häufiger bei den Berichten über Persönliche Strafen oder sonstige Vorkommnisse.

 

Für den Leser muss unterscheidbar sein, ob Wahrnehmungen vom Schiedsrichter selbst getätigt oder ob sie ihm von den Assistenten mitgeteilt wurden.

 

Eine solche Meldung könnte lauten: "Nach Spielschluss teilte mir Assistent 1 mit, dass er etwa 10 Minuten vor Schluss mit einem Becher Bier überschüttet wurde. Ich wies ihn klar daraufhin, dass er diesen Vorgang mit der Fahne hätte anzeigen müssen".

 

Nun zu den persönlichen Strafen:


Verwarnungen sind nicht zu begründen. Genauso wenig zu begründen sind "Gelb/Rote Karten" oder auch im Jugendbereich die Zeitstrafen.

 

Die Rote Karte ist die folgenschwerste Persönliche Strafe. Deshalb muss der Vorgang genau beschrieben werden. Der Schiedsrichter soll sich jedoch auf das Wesentliche konzentrieren. Er muss daran denken, dass das Sportgericht später den Ablauf des Geschehens aufgrund der Meldung rekonstruieren kann.

 

Neben den Persönlichen Strafen sind auch andere Vorgänge zu berichten. Das betrifft auch den Zeitraum nach dem Schlußpfiff, falls der Schiedsrichter etwa angepöbelt, gestoßen oder gar verletzt wird.

 

Der Spielbericht verlässt den Schiedsrichter- Bereich. Gelegentlich hat ein Verein den Spielbericht auch schon den Medien zugespielt. Wer den Spielbericht liest, gewinnt dadurch auch ein Bild vom Schiedsrichter. Fehler im Spielbericht werden sofort verallgemeinert und auf alle Schiedsrichter übertragen.

(Der Spielbericht sollte eigentlich nicht mehr in andere Hände fallen. Auch im Hinblick auf nachträgliche Eintragungen!)

Bei schwierig darzustellenden Vorkommnissen oder wenn sich der Schiedsrichter im Schreiben nicht ganz sicher fühlt, ist es besser, beim Obmann, Lehrwart oder seinem Betreuer Rat einzuholen als sich zu blamieren.

 

Selbstverständlich behält der Schiedsrichter eine Kopie seines Berichts, um sich bei Sportgerichtsverhandlungen darauf stützen zu können.

 

(Hans Ebersberger aus dem Schiedsrichter- Handbuch des DFB "Respect" mit Ergänzungen der SRG Sigmaringen.)

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aktualisiert am 13.12.2018               

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